Contexagon Solantiq

Balkonkraftwerk Speicher-Rechner

Lohnt sich ein Speicher für Ihr Balkonkraftwerk? Dieser Rechner vergleicht ehrlich drei Varianten – ohne Speicher, Speicher mit fester Entladung und Speicher mit Verbrauchsmessung – und zeigt Eigenverbrauch, Ersparnis und Amortisation.

Ohne Speicher
40 %
Eigenverbrauch
87 €/Jahr Ersparnis
Speicher: feste Entladung
60 %
Eigenverbrauch
130 €/Jahr (+43 €)
Amortisation ~16.2 J.
Speicher + Messung
73 %
Eigenverbrauch
159 €/Jahr (+72 €)
Amortisation ~10.8 J.
Grenzfall. Mit Messung amortisiert sich der Speicher in rund 11 Jahren, mit fester Entladung deutlich später (16 J.). Lohnenswert vor allem bei hohem Abendverbrauch oder dynamischem Tarif – und nur mit Verbrauchsmessung.
Das Messgerät zuerst: Die Verbrauchsmessung (~80 €, z. B. Shelly Pro 3EM) bringt hier +29 €/Jahr gegenüber fester Entladung und amortisiert sich in rund 2.8 Jahren – meist deutlich schneller als der Speicher selbst. Wenn Speicher, dann mit Messung.

Vereinfachtes Jahresmodell: Basis-Eigenverbrauch je Profil, Speicher hebt ihn über eine sättigende Kurve (feste Entladung mit Mismatch-Abschlag). Annahmen: Speicher ~350€/kWh, Messgerät 80 €, Einspeisung unvergütet. Reale Werte hängen von Lastprofil und Wetter ab. Alle Angaben ohne Gewähr.

Die ehrliche Antwort vorweg

Ein Speicher ist beim Balkonkraftwerk fast immer die teuerste und am langsamsten amortisierte Erweiterung. Er hebt den Eigenverbrauch deutlich, aber der Aufpreis (400–1.200 €) übersteigt die zusätzliche Ersparnis oft über zehn Jahre lang. Sinnvoll ist er vor allem bei hohem Abendverbrauch, dynamischem Stromtarif – oder wenn Ihnen Autarkie wichtiger ist als die reine Rechnung.

Der entscheidende Hebel: Verbrauchsmessung

Egal welcher Speicher: Ohne bedarfsgerechte Entladung verschenkt er einen Großteil seines Vorteils. Nur mit einem Messgerät (z. B. Shelly Pro 3EM) entlädt er genau so viel, wie gerade fehlt – der Netzbezug pendelt nahe null. Im Diagramm unten sehen Sie den Unterschied live: Schalten Sie Speicher und Verbrauchsmessung zu.

12:30
🌤️Module584 WWechsel-richter🏠Verbraucher170 W🗼Netz0%Speicher 📊Messung170 W414 W0 WEigenverbrauchEinspeisung (unvergütet)Netzbezug
SolarstromEigenverbrauchSpeicher laden/entladenÜberschuss → Netz (0 ct)Netzbezug (35 ct/kWh)
0:006:0012:0018:0024:001570 W
ErzeugungVerbrauch (geschätzt!)direkt genutzt
Tagesertrag
3.2 kWh
sonniger Sommertag
Eigenverbrauch
47 %
1.5 kWh selbst genutzt
Verschenkt ans Netz
1.7 kWh
≈ 216 €/Jahr entgangen
Ersparnis
191 €/Jahr
bei 35 ct/kWh
Ohne Speicher, ohne Messung: Lastverschiebung klappt auch so – Faustregel „Großverbraucher mittags" (probieren Sie den Schalter oben). Ein Messgerät (z. B. Shelly Plug, ~15–30 €) ändert die Flüsse nicht, macht sie aber sichtbar: Ertragskontrolle, Defekt-Erkennung – und die Datengrundlage für die Frage, ob sich ein Speicher lohnt.
Modell: Glockenkurve sonniger Sommertag, Peak = 75 % der Nennleistung · Speicher-Wirkungsgrad 92 % · ohne Messung: feste Entladung 200 W · mit Messung: bedarfsgerechte Entladung („Nulleinspeisung") · Strompreis 35 ct/kWh, Einspeisung unvergütet. Vereinfachtes Anschauungsmodell.

Nächste Schritte

Stand: Juni 2026. Vereinfachtes Modell auf Basis von Durchschnittswerten (HTW Berlin). Tatsächliche Werte hängen von Lastprofil, Speichersteuerung und Wetter ab. Alle Angaben ohne Gewähr.