Interaktive Sonnensimulation
Beobachten Sie den Sonnenverlauf und PV-Ertrag in Echtzeit — für Ihren Standort.
Sonnenverlauf und PV-Ertrag verstehen
Wie viel Strom eine Photovoltaikanlage liefert, hängt vor allem vom Sonnenstand ab: Je höher die Sonne und je direkter ihr Licht auf die Module trifft, desto größer die Leistung. Die Simulation berechnet dafür den exakten Sonnenstand (Azimut und Elevation) für Ihren Standort und projiziert die Einstrahlung auf die geneigte Modulfläche — so wird sichtbar, warum ein 30°-Süddach mittags die Nennleistung fast erreicht, während flach einfallendes Winterlicht nur einen Bruchteil liefert.
Neben Jahreszeit und Uhrzeit bestimmen drei Faktoren den Ertrag: die Dachneigung, die Ausrichtung (Süd, Ost-West oder dazwischen) und das Wetter. Alle drei lassen sich in der Simulation interaktiv verändern — vom klaren Sommertag bis zum bedeckten Winterhimmel mit Regen. Die Anlagendaten übernimmt die Simulation automatisch aus dem Solarrechner, falls Sie dort bereits Ihr Dach konfiguriert haben.
Für die Planung einer echten Anlage empfehlen wir die Kombination der Werkzeuge: Mit dem Solarrechner ermitteln Sie Wirtschaftlichkeit und Amortisation, die Solarprognose zeigt den erwarteten Ertrag der nächsten Tage mit echten Wetterdaten, und im Ratgeber finden Sie Hintergrundwissen zu Technik, Förderung und Recht.
Häufige Fragen zur Sonnensimulation
Was zeigt die interaktive Sonnensimulation?
Die Simulation visualisiert den Sonnenverlauf über einem Haus mit PV-Anlage — für jede Uhrzeit und jeden Tag des Jahres an Ihrem Standort. Sie sehen in Echtzeit, wie sich Sonnenstand, Schattenwurf, Wetter und Dachausrichtung auf die momentane Leistung und den Tagesertrag Ihrer Photovoltaikanlage auswirken.
Wie wird die Sonnenposition berechnet?
Die Position der Sonne (Azimut und Elevation) wird mit einem astronomischen Sonnenstandsalgorithmus (SPA) exakt für Ihren Standort berechnet — inklusive Sonnenaufgang, Sonnenuntergang und Sonnenhöchststand. Dadurch stimmen Sonnenbahn und Tageslänge für jeden Tag des Jahres, vom Winter- bis zum Sommerhalbjahr.
Warum produziert eine PV-Anlage im Winter weniger Strom?
Im Winter steht die Sonne deutlich tiefer und die Tage sind kürzer. Das Sonnenlicht durchquert mehr Atmosphäre (höhere Luftmasse), wodurch weniger Strahlung ankommt, und der Einfallswinkel auf die Module ist ungünstiger. In der Simulation können Sie diesen Effekt direkt nachvollziehen, indem Sie den Tag-des-Jahres-Regler verschieben.
Welchen Einfluss hat die Dachausrichtung auf den Ertrag?
Eine Südausrichtung liefert in Deutschland den höchsten Ertrag, da die Sonne mittags im Süden steht. Ost-West-Dächer erzeugen morgens und abends Strom und erreichen insgesamt etwa 80 % eines Süddachs. Mit dem Hausausrichtungs-Regler der Simulation sehen Sie sofort, wie sich die Drehung des Daches auf Leistung und Tagesprofil auswirkt.
Wie stark reduziert Bewölkung die PV-Leistung?
Leichte Bewölkung reduziert die Einstrahlung auf etwa 75 %, dichte Bewölkung auf rund 40 % und ein bedeckter Himmel auf etwa 20 % des Klarhimmel-Werts. Über die Wetterauswahl in der Simulation lassen sich diese Szenarien direkt vergleichen — inklusive sichtbarer Wolken und Regen.
Wie realistisch ist die angezeigte Leistung?
Die Leistung basiert auf einem vereinfachten Klarhimmel-Modell: Direktstrahlung nach Meinel, projiziert auf die Modulebene über den Einfallswinkel, plus Diffusanteil und typische Systemverluste. Das Ergebnis ist eine realistische Größenordnung für Lern- und Planungszwecke. Für eine Ertragsprognose mit echten Wetterdaten nutzen Sie die Solarprognose, für die Wirtschaftlichkeitsrechnung den Solarrechner.