Contexagon Solantiq
Technik

Degradation

Allmählicher Leistungsverlust von Solarmodulen über die Betriebsdauer, typischerweise 0,3–0,5 % pro Jahr.

Auch bekannt als: Moduldegradation, Leistungsdegradation

Was ist Degradation?

Degradation bezeichnet den allmählichen, unvermeidbaren Leistungsverlust von Solarmodulen über ihre Lebensdauer. Moderne Module verlieren jährlich etwa 0,3–0,5 % ihrer Nennleistung. Nach 25 Jahren liefern sie noch typischerweise 85–90 % der ursprünglichen Leistung.

Ursachen

  • LID (Light Induced Degradation): Leistungsverlust in den ersten Betriebsstunden durch Lichteinwirkung auf das Silizium (1–3 %)
  • LeTID (Light and elevated Temperature Induced Degradation): Degradation durch Licht und erhöhte Temperatur, v. a. bei PERC-Zellen
  • PID (Potential Induced Degradation): Durch hohe Systemspannung verursachte Degradation
  • UV-Degradation: Alterung der Einbettungsfolie durch UV-Strahlung
  • Mechanische Einflüsse: Mikrorisse durch Wind, Schnee oder thermische Zyklen

Typischer Verlauf

ZeitraumLeistungsverlust
Erstes Jahr (LID)1–3 %
Pro Jahr danach0,3–0,5 %
Nach 25 Jahrenca. 10–15 % gesamt
Nach 30 Jahrenca. 12–18 % gesamt

Praxistipp

Hersteller garantieren meist mindestens 80 % der Nennleistung nach 25 Jahren. Hochwertige Module mit Glas-Glas-Aufbau und TOPCon- oder HJT-Zellen weisen geringere Degradationsraten auf. Bei der Ertragsplanung sollte die Degradation einkalkuliert werden.