Contexagon Solantiq
Einheiten & Messgrößen

Solarkonstante

Strahlungsleistung der Sonne pro Quadratmeter an der Obergrenze der Erdatmosphäre – beträgt ca. 1.361 W/m².

Auch bekannt als: Sonnenkonstante, Solar Constant

Was ist die Solarkonstante?

Die Solarkonstante gibt die Strahlungsleistung der Sonne an, die auf eine senkrecht zur Strahlung ausgerichtete Fläche von einem Quadratmeter an der Obergrenze der Erdatmosphäre trifft. Ihr Wert beträgt etwa 1.361 W/m².

Physikalischer Hintergrund

Die Solarkonstante ist nicht exakt konstant, sondern schwankt leicht:

EinflussfaktorVariation
Elliptische Erdumlaufbahn± 3,4 % (Perihel vs. Aphel)
Sonnenfleckenzyklus (11 Jahre)± 0,1 %
Langfristige Schwankungensehr gering

Zusammenhang mit der Erdoberfläche

Von den 1.361 W/m² am Rand der Atmosphäre kommen auf der Erdoberfläche bei klarem Himmel maximal etwa 1.000 W/m² an. Die Differenz wird durch die Atmosphäre absorbiert und reflektiert. Dieser Wert von 1.000 W/m² wird auch als Grundlage für die Standard-Testbedingungen (STC) von Solarmodulen verwendet.

Bedeutung für die Photovoltaik

Die Solarkonstante definiert die theoretisch maximal verfügbare Sonnenenergie. In der Praxis wird sie für folgende Berechnungen genutzt:

  • STC-Bedingungen basieren auf 1.000 W/m² (Bodenniveau)
  • Ertragsabschätzungen berücksichtigen die tatsächliche Einstrahlung am Standort
  • Vergleich der solaren Ressourcen verschiedener Standorte

Praxistipp

Die Standard-Testbedingungen (1.000 W/m²) entsprechen einem klaren Sommertag um die Mittagszeit. Im Jahresmittel liegt die durchschnittliche Einstrahlung in Deutschland bei nur ca. 125 W/m² – das zeigt, wie stark Wetter und Tageszeit den Ertrag beeinflussen.