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Solarpotenzial Flächenrechner

Wie viel Fläche bräuchte man, um ein ganzes Land nur mit Photovoltaik zu versorgen? Unser Rechner zeigt es – mit einstellbarem Wirkungsgrad, Größenvergleichen und dem Szenario „Nur Dachflächen".

Wie viel Fläche braucht man für 100 % Solarstrom?

Berechnen Sie, welche PV-Fläche nötig wäre, um den gesamten Strombedarf eines Landes mit Solarenergie zu decken.

Jährlicher Strombedarf
500 TWh/Jahr
⌀ Ertrag: 1.000 kWh/kWp/Jahr
10% (Dünnschicht)20% (Standard)30% (Zukunft)
Benötigte Fläche (Freiflächenanlage)
6.250 km²
= 1,75% der Landesfläche
Größenvergleich
≈ 1,7× Mallorca
Reine Modulfläche (ohne Abstände)
2.500 km²
Berechnungsgrundlage
Benötigte Leistung500 GWp
⌀ Jahresertrag1.000 kWh/kWp
Modulwirkungsgrad20%
Flächenausnutzung (GCR)40%
Landesfläche Deutschland357.588 km²
Quellen & Annahmen
  • Strombedarf: Eurostat, Statistik Austria, BFE Schweiz (2024/2025 Daten)
  • Durchschnittserträge: PVGIS (Europäische Kommission), Fraunhofer ISE
  • Dachflächenpotenzial: Fraunhofer ISE Studie, Sonnendach.ch, Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen AT
  • GCR 40% entspricht typischen Freiflächenanlagen mit Reihenabstand
  • Vereinfachte Berechnung ohne Speicher, Netzstabilität oder saisonale Schwankungen

Hintergrund: Warum dieser Rechner?

In Diskussionen über die Energiewende kommt oft die Frage auf: „Reicht die Fläche überhaupt für Solarstrom?" Dieser Rechner liefert eine fundierte Antwort – und zeigt, dass der benötigte Flächenanteil überraschend gering ist.

Was die Zahlen bedeuten

  • Freiflächenanlage: Berücksichtigt Reihenabstände zwischen den Modulen (Ground Coverage Ratio von 40 %). Realistisch für Solarparks.
  • Reine Modulfläche: Nur die Fläche der Module selbst – relevant für Dachinstallationen, wo Module dicht an dicht liegen.
  • Szenario „Nur Dächer": Vergleicht die benötigte Modulfläche mit der verfügbaren Dachfläche im jeweiligen Land.

Wichtige Einschränkungen

Dieser Rechner zeigt eine theoretische Momentaufnahme. In der Praxis braucht ein rein solares Stromsystem zusätzlich:

  • Großspeicher (Batterien, Pumpspeicher, Wasserstoff) für Nacht und Winter
  • Netzausbau für den Transport von Süd nach Nord
  • Ergänzende Quellen (Wind, Biomasse) für die Dunkelflaute
  • Demand-Side-Management zur Lastverschiebung

Dennoch ist die Berechnung aufschlussreich: Sie zeigt, dass die Fläche kein Hinderungsgrund für Solarenergie ist.

Methodik

Die Berechnung folgt einer einfachen Formel:

  1. Benötigte Leistung (GWp) = Strombedarf (TWh) ÷ Durchschnittsertrag (kWh/kWp)
  2. Modulfläche (km²) = Leistung (kWp) ÷ (Wirkungsgrad × 10 Wp/m²) ÷ 1.000.000
  3. Freiflächenbedarf (km²) = Modulfläche ÷ GCR (0,4)

Detaillierte Erläuterungen finden Sie auf unserer Methodik-Seite. Die Strahlungsdaten stammen vom PVGIS der Europäischen Kommission, die Verbrauchsdaten von Eurostat und nationalen Statistikämtern.