Contexagon Solantiq
Technik

Solarzelle

Halbleiterbauelement, das Sonnenlicht durch den photoelektrischen Effekt direkt in elektrischen Strom umwandelt.

Auch bekannt als: Photovoltaikzelle, PV-Zelle

Was ist eine Solarzelle?

Eine Solarzelle ist das kleinste Bauelement einer Photovoltaikanlage. Sie besteht aus Halbleitermaterial – meist Silizium – und wandelt Sonnenlicht direkt in elektrischen Gleichstrom um. Dieser Vorgang basiert auf dem photoelektrischen Effekt.

Aufbau und Funktion

Eine kristalline Silizium-Solarzelle besteht aus zwei Schichten:

  • n-dotierte Schicht (Überschuss an Elektronen)
  • p-dotierte Schicht (Elektronenmangel, sogenannte „Löcher”)

An der Grenzfläche entsteht ein elektrisches Feld (p-n-Übergang). Wenn Photonen auf die Zelle treffen, werden Elektronen freigesetzt und durch das elektrische Feld in eine Richtung getrieben – es fließt Strom.

Zelltypen und Wirkungsgrade

ZelltypWirkungsgrad (Modul)Besonderheit
Monokristallin20–23 %Höchste Effizienz, dunkle Optik
Polykristallin16–18 %Günstiger, bläuliche Optik
PERC21–24 %Verbesserte Rückseitenpassivierung
TOPCon22–25 %Tunneloxid-Passivierung
HJT22–25 %Heterojunction-Technologie

Praxistipp

Eine einzelne Solarzelle liefert etwa 0,5–0,7 Volt. Erst durch die Reihenschaltung vieler Zellen in einem Solarmodul entstehen nutzbare Spannungen. Moderne Module enthalten typischerweise 60 bis 144 Halbzellen.