Contexagon Solantiq
Technik

Dünnschicht

Solarzellentechnologie, bei der extrem dünne Halbleiterschichten auf ein Trägermaterial aufgedampft werden.

Auch bekannt als: Dünnschichtmodul, Thin-Film, Dünnschicht-Solarzelle

Was ist Dünnschicht-Technologie?

Dünnschicht-Solarzellen bestehen aus sehr dünnen Halbleiterschichten (wenige Mikrometer), die auf ein Trägermaterial wie Glas, Metall oder flexible Folie aufgebracht werden. Im Gegensatz zu kristallinen Zellen wird kein massiver Siliziumwafer benötigt.

Materialien

TypAbkürzungModulwirkungsgrad
CadmiumtelluridCdTe15–19 %
Kupfer-Indium-Gallium-SelenidCIGS14–17 %
Amorphes Siliziuma-Si8–12 %

Vor- und Nachteile

Vorteile:

  • Besseres Verhalten bei diffusem Licht und hohen Temperaturen
  • Flexible Module möglich (z. B. für Fassaden oder gebogene Flächen)
  • Geringerer Materialverbrauch in der Herstellung
  • Gleichmäßige, homogene Optik

Nachteile:

  • Geringerer Wirkungsgrad als kristalline Module
  • Größerer Flächenbedarf pro kWp
  • Teilweise problematische Materialien (Cadmium)

Einsatzgebiete

Dünnschichtmodule eignen sich besonders für Fassadenintegration (BIPV), große Freiflächen mit niedrigen Flächenkosten und Anwendungen, die flexible oder leichte Module erfordern.

Praxistipp

Für typische Hausdachanlagen sind kristalline Module aufgrund ihres höheren Wirkungsgrads vorzuziehen. Dünnschicht ist interessant, wenn spezielle Formfaktoren oder architektonische Integration gefragt sind.