Contexagon Solantiq
Wirtschaft

Volleinspeisung

Betriebsmodell, bei dem der gesamte erzeugte Solarstrom ins öffentliche Netz eingespeist wird – mit höherer Vergütung pro kWh.

Auch bekannt als: Volleinspeisungsmodell

Was ist Volleinspeisung?

Bei der Volleinspeisung wird der gesamte von der Photovoltaikanlage erzeugte Strom ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Der Anlagenbetreiber verbraucht keinen Solarstrom selbst, sondern bezieht seinen Haushaltsstrom weiterhin vollständig vom Energieversorger.

Vergütung (Stand 2024)

AnlagengrößeVolleinspeisungTeileinspeisung
bis 10 kWp12,9 ct/kWh8,1 ct/kWh
10–40 kWp10,8 ct/kWh7,0 ct/kWh

Die Volleinspeisevergütung liegt deutlich über der Teileinspeisevergütung.

Wann lohnt sich Volleinspeisung?

  • Bei sehr geringem Eigenverbrauch (z. B. unbewohnte Gebäude, Scheunen)
  • Bei großen Dachflächen, wo eine zweite Anlage als Volleinspeiser wirtschaftlich ist
  • Wenn der Stromverbrauch tagsüber gering ist und kein Speicher geplant ist

Kombinationsmodell seit EEG 2023

Seit 2023 dürfen auf einem Dach zwei separate Anlagen betrieben werden: eine für Teileinspeisung (mit Eigenverbrauch) und eine für Volleinspeisung. So lässt sich die höhere Volleinspeisevergütung für den Anlagenteil nutzen, der über den Eigenverbrauch hinausgeht.

Praxistipp

Für die meisten Haushalte ist Teileinspeisung mit Eigenverbrauch wirtschaftlicher, da die Einsparung durch vermiedenen Strombezug (~30 ct/kWh) die Einspeisevergütung übersteigt. Volleinspeisung kann bei großen Anlagen als Zusatzmodell sinnvoll sein.