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Solarprognose kostenlos: Die besten Tools für die PV-Ertragsvorhersage

Kostenlose Solarprognose im Vergleich: Solantiq, Forecast.Solar, Solcast, Wechselrichter-Apps & Wetterdienste – Stärken, Schwächen und Einsatzzwecke.

~12 Min. Lesezeit Von Solantiq Redaktion

Solarprognose kostenlos: Die besten Tools für die PV-Ertragsvorhersage

Wie viel Strom liefert die Sonne morgen? Wer die Antwort kennt, kann Waschmaschine, Wallbox und Wärmepumpe gezielt in die Sonnenstunden legen, bei dynamischen Tarifen bares Geld sparen und den Speicher intelligenter laden. Die gute Nachricht: Präzise Solarprognosen gibt es kostenlos. Dieser Vergleich zeigt, welches Tool sich für welchen Zweck eignet.

Was eine Solarprognose leistet – und was nicht

Eine Solarprognose kombiniert drei Zutaten: die Vorhersage der Globalstrahlung aus numerischen Wettermodellen, Ihre Anlagendaten (kWp, Ausrichtung, Neigung) und ein Ertragsmodell, das daraus stündliche Produktionswerte berechnet. Wie das im Detail funktioniert, erklärt unser Artikel zur PV-Wettervorhersage.

Davon abzugrenzen sind zwei andere Werkzeugtypen:

  • Planungstools wie PVGIS rechnen mit langjährigen historischen Mittelwerten – perfekt für die Frage „Lohnt sich mein Dach?”, nutzlos für „Soll ich morgen waschen?”. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie in der PVGIS-Anleitung.
  • Monitoring-Systeme zeigen die tatsächliche Produktion Ihrer Anlage – rückblickend statt vorausschauend (PV-Monitoring im Überblick).

Die kostenlosen Tools im Vergleich

Kostenlose Solarprognose-Tools im Überblick (Stand: Juni 2026)
Kosten
Horizont
Besondere Stärke
Solantiq Solarprognosekostenlosheute + FolgetageStundengenau für DE/AT/CH, keine Registrierung, mit Anlagenkonfiguration
Forecast.Solarkostenlos (Basis)bis 3 TageOffizielle Home-Assistant-Integration, einfache API
Solcastkostenlos (Hobbyist)bis 7 TageSatellitengestütztes Nowcasting, sehr hohe Genauigkeit
Open-Meteokostenlos (Open Source)bis 16 TageFreie Wetter-API mit Strahlungsdaten, ideal für Bastler
Wechselrichter-Apps (SMA, Fronius, SolarEdge)inklusive1–3 TageDirekt mit der eigenen Anlage verknüpft, keine Einrichtung
DWD / Wetterdienstekostenlosbis 10 TageRohdaten (Bewölkung, Strahlung) direkt vom Modell

Solantiq Solarprognose

Unsere kostenlose Solarprognose berechnet stundengenau, was eine PV-Anlage an Ihrem Standort heute und in den kommenden Tagen produziert – auf Basis aktueller Wettermodelle und der gleichen Strahlungsdaten, die auch professionelle Planer nutzen. Anlagengröße, Ausrichtung und Neigung lassen sich frei konfigurieren, eine Registrierung ist nicht nötig. Wer die typischen Tageserträge je Monat nachschlagen will, findet sie im Artikel PV-Ertrag heute.

Forecast.Solar

Der Klassiker für Smart-Home-Nutzer: Forecast.Solar liefert über eine simple API stündliche Ertragsprognosen und ist als offizielle Home-Assistant-Integration in wenigen Minuten eingerichtet. Die kostenlose Basis-Version ist auf eine Anlagenfläche (ein „Plane”) und zwölf API-Abrufe pro Stunde begrenzt – für die Steuerung von Speicher oder Wallbox reicht das völlig.

Solcast

Der australische Anbieter wertet Satellitenbilder in Echtzeit aus (Nowcasting) und gehört damit zu den genauesten Quellen, besonders bei kurzfristigen Bewölkungsänderungen. Private Anlagenbetreiber erhalten einen kostenlosen Hobbyist-Account (begrenzte API-Abrufe pro Tag, bis zwei Standorte). In Home Assistant ist Solcast über eine verbreitete Community-Integration nutzbar.

Open-Meteo

Für Selberbauer: Die Open-Source-Wetter-API liefert neben klassischen Wetterdaten auch Globalstrahlung, Direkt- und Diffusstrahlung als Stundenwerte – kostenlos und ohne API-Key. Den Schritt von der Strahlung zum Anlagenertrag müssen Sie allerdings selbst rechnen (oder fertige Bibliotheken wie pvlib nutzen).

Wechselrichter-Apps

SMA Energy, Fronius Solar.web, SolarEdge mySolarEdge und die Apps der meisten anderen Hersteller zeigen inzwischen eingebaute Ertragsprognosen für die eigene Anlage. Vorteil: null Einrichtungsaufwand, die Anlagendaten sind schon hinterlegt. Nachteil: Prognosequalität und -horizont variieren stark zwischen Herstellern, und die Werte lassen sich selten in eigene Automationen einbinden.

Wetterdienste (DWD & Co.)

Wer die Rohdaten will: Der Deutsche Wetterdienst stellt die Vorhersagen seiner ICON-Modelle als Open Data bereit – inklusive Bewölkung und Globalstrahlung. Daraus eine Anlagenprognose zu machen, ist Handarbeit; als Plausibilitätscheck („Wie sicher ist das Hoch am Wochenende?”) sind Wetterdienste aber auch ohne Rechnerei wertvoll.

Wofür Sie die Prognose konkret nutzen

  1. Lastverschiebung: Spülmaschine, Waschmaschine und Trockner in die prognostizierten Sonnenstunden legen – das steigert den Eigenverbrauch ohne Komfortverlust.
  2. E-Auto laden: Die Wallbox lädt morgen Mittag mit Überschussstrom statt heute Nacht aus dem Netz (Wallbox & Solaranlage).
  3. Dynamische Tarife: Sonnige Tage bedeuten niedrige Börsenpreise – wer Prognose und dynamischen Tarif kombiniert, verschiebt Netzbezug in die günstigsten Stunden.
  4. Speichersteuerung: Bei prognostiziertem Sonnentag muss der Speicher nicht nachts aus dem Netz vorgeladen werden – und kann morgens gezielt Platz für die Mittagsspitze lassen (mehr zur Planung mit Prognose).

Fazit: Kostenlos reicht völlig

Für private Anlagenbetreiber gibt es keinen Grund, für Solarprognosen zu bezahlen. Die Solantiq-Prognose beantwortet die Alltagsfrage „Was liefert meine Anlage heute und morgen?” ohne jede Einrichtung; Smart-Home-Nutzer ergänzen Forecast.Solar oder Solcast für Automationen. PVGIS bleibt das Werkzeug für die Planung – nicht für die Vorhersage.

Wichtige Erkenntnisse:

  • Kostenlose Prognosen decken alle privaten Anwendungsfälle ab – von der App bis zur Home-Assistant-API
  • Genauigkeit für morgen: ±10–15 %; ab Tag 3 deutlich unsicherer
  • Prognose ≠ Planung: PVGIS liefert Mittelwerte, keine Vorhersage
  • Größter Nutzen: Lastverschiebung, E-Auto-Laden, dynamische Tarife und Speichersteuerung

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